Trenkerhof

Seine Ehefrau Alma Mahler schreibt 1908 über die Suche nach einer geeigneten Unterkunft:
"....Im Mai, in hohem Schnee, fuhren wir jedes Haus ab, bis wir das richtige hatten. ein grosses Bauernhaus, ausserhalb des Ortes, elf Zimmer, zwei Veranden, zwei Badezimmer, allerdings etwas primitiv, aber herrlich gelegen. Das nahmen wir sofort für den Sommer, kamen zurück, packten und übersiedelten alle nach Toblach...."

Der Trenkerhof war das Wohnhaus, wo Gustav Mahler mit Familie untergebracht war. Wahrscheinlich stand ein Flügel im Wohnbereich, den auch Alma benutzte.

Brief an Alma Mahler (24. Juni 1909)
...Aber das Haus und der Platz ist zu wonnig – bis auf den Lärm, der mich ohne Unterlaß geniert. Entweder flüstern die Bauern, dass die Fenster klirren oder sie gehen auf den Fußspitzen, dass das Haus wackelt. Die beiden munteren Stammhalter zwitschern den ganzen Tag: Bibi! Bibi! (Das ist nämlich ihr Volapük und bedeutet: Alles) Der Hund läßt mich auch wieder fühlen, dass ich „ein Mensch unter Menschen bin“ und bellt täglich von Anbruch der Dämmerung bis in die süßen Träume der Bauernjageln hinein. Ich komme alle Viertelstunden auf gedenke der sanft Schnarchenden. – Hol es der Teufel: Wie schön wäre die Welt, wenn man zwei Joch umzäunt hätte und mittendrin allein wäre..."

1957 wurde am Trenkerhof die Erinnerungstafel von Gustav Mahler von Seiten der Internationalen Mahler Gesellschaft Wien angebracht.
Heute können die Räumlichkeiten leider nicht mehr besichtigt werden.